Die 8. Klassen besuchen das Amtsgericht Ellwangen

Im Rahmen des Gk-Unterrichts besuchten unsere achten Klassen das Amtsgericht Ellwangen und durften einigen Verhandlungen beiwohnen.
Aus diesem Grund durfte ein Schüler, Jaron, den Tag zusammenfassen und wir freuen uns über einen ausführlichen Bericht von Jaron:
Am 01. Juli 2025 ging die Klasse 8a der Eugen-Bolz-Realschule in das Amtsgericht in Ellwangen. Als die Klasse am Amtsgericht gegen 8:45 Uhr ankam, mussten die Schüler und Schülerinnen kurz im Empfangsbereich warten, bis sie in den Gerichtssaal hineingelassen wurden. Der Saal hat die Größe eines großen Klassenzimmers. Im hinteren Bereich, wo die Tür stand, waren 30 Stühle aufgestellt, dass die Klasse 8a mit ihren Lehrerinnen, Frau Baur und Frau Selim, sich setzten konnten. Weiter vorne im Gerichtssaal standen Tische, die wie ein U angeordnet waren. In der Mitte nahm der Richter Platz und außen saß der Staatsanwalt. Rechts saßen zwei Frauen, die alles mitgeschrieben haben.
Die erste Gerichtsverhandlung sollte um 9 Uhr beginnen, in der ein Mann wegen Steuerhinterziehung angeklagt wurde. Da der Mann aber nicht erschienen ist, muss er jetzt eine Geldstrafe von knapp 7.000 Euro bezahlen. Der Richter hatte also Zeit, der Klasse ein paar Fragen zu dem Gericht und zu allgemeinen Sachen zum Strafprozess zu stellen. Diese konnten die Schüler und Schülerinnen auch gut beantworten.
Um 10 Uhr begann die zweite Gerichtsverhandlung, die für alle spannender war. Es ging um einen Diebstahl eines Stativkopfes, den eine Frau begangen haben sollte. Als Erstes wurde die Frau in den Saal gerufen, um ihre Meinung zu dem Diebstahl zu äußern. Sie erzählte, sie habe den Stativkopf an einem Straßenrand mit lauter Sperrmüll gefunden. Danach kam ein Mann herein, dem der Stativkopf gehörte. Er erzählte seine Meinung und beide Geschichten passten irgendwie nicht richtig zusammen. Er sagte nämlich, dass während er sein Auto auslud, den Kofferraum offen stehen gelassen habe, um seinen Einkauf oder ein Boot in sein Haus zu tragen. In dieser Zeit, als der Mann nicht bei seinem Auto war, wurde ihm der Stativkopf entwendet. Als Letztes wurde der Ehemann, von der Frau, hineingerufen. Er war der Zeuge des Diebstahls. Er sagte, dass die Frau mit dem Diebstahl nichts zu tun habe und sie den Stativkopf lediglich an dem Straßenrand gefunden hätte. Zum Schluss wurde die Frau freigesprochen. Dann verließen alle drei den Gerichtssaal und der Richter erzählte der Klasse 8a noch etwas über das Gericht.
Die dritte Gerichtsverhandlung, die noch stattfinden sollte, ist ausgefallen. Als es vorbei war, wurde die Klasse (dann) von ihren beiden Lehrerinnen in die Stadt Ellwangen entlassen.
Für die Klasse 8a war es ein aufregender Vormittag mit spannenden und realistischen Gerichtsverhandlungen. Den einen oder anderen Fakt werden sie so schnell nicht wieder vergessen.
