Geschichtsexkursion der 9d nach Ulm
Ein unvergesslicher Schulausflug: Die 9d entdeckt Ulm von der Geschichte der Donauschwaben bis zue digitalen Stadtrallye
Am 8. Mai 2025 begab sich die Klasse 9d, begleitet von ihrem Klassenlehrer Herr Hepperle, auf einenspannenden Ausflug in die geschichtsträchtige Stadt Ulm.
Die Reise, diemit dem Zug unternommen wurde, hatte das Ziel, den SchülerInnen die Bedeutung der Donauschwaben und ihre Migrationsgeschichte näher zu bringen. Neben einem Besuch im Donauschwäbischen Museumstand eine digitale Stadtralley auf dem Programm, die den Tag zu einem vielfältigen und lehrreichen Erlebnis machte.
Nach einer angenehmen Zugfahrt erreichte die Klasse Ulm gegen Vormittag. Die erste Station des Ausflugs war das Donauschwäbische Museum, ein kulturelles Highlight, das die Geschichte und das Erbe der Donauschwaben beleuchtet. Hier erwartete die SchüleInnen eine spannende Führung mit dem Titel „Donauschwaben – eine europäische Migrationsgeschichte“. Die Führung begann mit einer Einführung in die historischen Hintergründeder Donauschwaben. Diese Volksgruppe, die im 18. Jahrhunderthauptsächlich aus deutschen Siedlerfamilien bestand, wanderte entlangder Donau in den südosteuropäischen Raum aus. Der Ausgangspunkt dieser Reise war oft Ulm, und die sogenannten „Ulmer Schachteln“ –einfache Holzboote – spielten eine zentrale Rolle in ihrem Fortkommen. Die SchülerInnen erfuhren, wie diese Migranten auf ihrer oft beschwerlichen Reise neue Lebensräume erschlossen und ihre kulturelle Identität trotz zahlreicher Herausforderungen bewahrten. Besonders beeindruckend waren die Exponate des Museums: Von historischen Karten über Reiseutensilien bis hin zu persönlichen Tagebucheinträgen und Briefen – jedes Artefakt erzählte eine Geschichte von Mut, Hoffnung und Anpassungsfähigkeit. Die SchülerInnen zeigten großes Interesse und stellten gezielte Fragen, die die Bedeutung von Migration in der europäischen Geschichte verdeutlichten.
Ein besonderes Highlight der Führung war die detaillierte Erläuterung der „Ulmer Schachteln“. Diese Boote, die einst als Transportmittel für Menschen und Güter entlang der Donau dienten, sind ein Symbol für die Reise der Donauschwaben in eine ungewisse Zukunft. Die SchülerInnen konnten ein Modell einer solchen Schachtel aus nächster Nähe betrachten und erfuhren, wie die Siedler ihre Habseligkeiten und ihre Hoffnung auf einbesseres Leben in diesen kleinen Booten mitnahmen. Das Thema regte auch zur Diskussion über aktuelle Migrationsthemen an. Herr Hepperle nutzte die Gelegenheit, um Parallelen zwischen den damaligen und heutigen Herausforderungen von Migranten zu ziehen, was für die Klasse eine wertvolle Reflexion über die Bedeutung von Integration und Toleranz darstellte.
Digitale Stadtralley:
Nach einer kurzen Pause und einer Stärkung machte sich die Klasse auf zur nächsten Etappe des Tagesprogramms: einer digitalen Stadtralley durch Ulm. Ausgestattet mit Tablets und einer speziell für Schulklassen entwickelten App erkundeten die SchülerInnen die Sehenswürdigkeiten der Stadt auf spielerische Weise. Die Rallye führte sie zu wichtigen Orten wie dem Ulmer Münster, der historischen Stadtmauer und dem Fischer- und Gerberviertel. An jeder Station mussten die SchülerInnen Fragen beantworten, Rätsel lösen und Aufgaben bewältigen, die nicht nur ihr Wissen, sondern auch Teamarbeitund Kreativität forderten. Besonders beliebt war die Aufgabe, Fotos von historischen Gebäuden aus ungewöhnlichen Perspektiven aufzunehmen, was zu einigen lustigen und einfallsreichen Ergebnissen führte. Die digitale Komponente der Stadtralley machte die Stadtgeschichte auf innovative Weise erlebbar und sorgte für großen Spaß.
Der Ausflug nach Ulm bot der Klasse 9d nicht nur eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, Geschichte hautnah zu erleben. Die Kombination aus der informativen Führung im Donauschwäbischen Museum und der interaktiven Stadtralleyermöglichte es den SchülerInnen, die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt auf vielfältige Weise zu entdecken .Herr Hepperle zeigte sich am Ende des Tages begeistert über das Interesse und die Begeisterung seiner Klasse: „Es ist toll zu sehen, wie die SchülerInnen Geschichte und Kultur in einem so praxisnahen Kontexterleben konnten. Ich bin sicher, dass sie viele der Eindrücke mit nach Hause nehmen werden.“ Die Rückfahrt nach Ellwangen bot Zeit für Gespräche über die Erlebnisse des Tages und für den Austausch lustiger Momente der Rallye. Mit vielen neuen Eindrücken und gestärktem Klassengefühl kehrte die 9d schließlich zurück – ein Ausflug, der sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.


