Eugen-Bolz-AG bei der zweiten Stolpersteinverlegung in Ellwangen
2. Stolpersteinverlegung in Ellwangen - die Eugen-Bolz-AG umrahmt die Verlegung des Steins für Rosa Heinrich
Obwohl die 2. Stolpersteinverlegung in Ellwangen am Pfingstmontag, also während der Ferien stattfand, waren Mitglieder unserer Eugen-Bolz-AG bereit, die feierliche Verlegung eines Steins inhaltlich mitzugestalten.
Während der vergangenen Wochen hatten sich Moritz Abeln, Alexandra Borst, Arda Burdak, Chantal Swoboda und Jennifer Uhl in der AG mit der Biografie der Ellwanger Bürgerin Rosa Heinrich beschäftigt, die als letzte Jüdin gezwungen wurde, Ellwangen zu verlassen.
Die Jugendlichen erarbeiteten verschiedene Impulse zur Lebenssituation Rosa Heinrichs, die nach der Reichspogromnacht gemeinsam mit ihren Kindern 1938 in die USA emigirierte. Ihre beiden Brüder wurden im KZ Auschwitz ermordet.
Nachdem der Künstler Gunter Demnig den Stolperstein für Rosa Heinrich verlegt hatte, trugen Jennifer Uhl, Chantal Swoboda und Moritz Abeln ihre Gedanken zum Schicksal dieser Frau und ihrer Familie vor.
Insgesamt wurden am 29. Mai in Ellwangen 10 Stolpersteine verlegt:
- In der Schmiedstraße erinnern fünf Steine an die Familie Julius und Melanie Levi, ihre Söhne Erich und Max, deren Großmutter Babette Levi.
- Am Sebastiansgraben 27 liegt eine Stolperstein für Rosa Heinrich.
- In der Apothekergasse findet man drei Stolpersteine für die Familie Sigmund und Lea Levi und deren Sohn Erwin.
- In der Amtsgasse erinnert ein Stolperstein an Hilda Müller, die im Rahmen der T4-Aktion in Grafeneck ermordet wurde.
Die Stolpersteinverlegung fand trotz des Feiertags großes Interesse unter den Ellwanger Bürgern. Von beiden Familien Levi reisten eigens zu diesem Anlass mehrere Verwandte aus den USA an.
Musikalisch umrahmten die junge Geigerin Gina Principi, Ulrich Brauchle und Klaus Prohaska den feierlichen Akt.
Vorbereitet und organisiert wurde die Verlegung durch die Ellwanger Stolpersteininitiative.








